Orchestrion
Artist(s):
Pat Metheny
Label: Nonesuch (Warner)
Publisher(s):
Nonesuch (Warner)
Studio: Nonesuch (Warner)
Manufacturer: Nonesuch (Warner)
Binding: Audio CD
MPN: 516668
List Price: EUR 22,96
Our Price: EUR 18,99
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Jasmine
To Billie With Love from Dee Dee
Track Listing
1.
Orchestrion
2.
Entry Point
3.
Expansion
4.
Soul Search
5.
Spirit of the Air
Editorial Reviews
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist ein unglaubliches Spektakel: ein Laster (oder mehrere?) voll mechanischer Instrumente, Marimba, Percussion, Glockenspiele, Klavier, eine Flaschenorgel, Schlagzeug, Bass, etc etc - und Pat Metheny mittendrin. Vergeblich wartet man auf das Orchester, die Interpreten, die anderen Musiker. Es kommt keiner. Stattdessen wuseln hochkonzentrierte Techniker über die Bühne, um Kabel zu legen, pneumatische und elektromagnetische Vorrichtungen und Roboter zu installieren. Orchestrion ist Pat Methenys Ein-Mann-Show. Nach einer monströsen Idee aus dem 19.Jahrhundert, wo Tüftler aus dem Schwarzwald und Sachsen mechanische Musikinstrumente entwickelten, die den Bläserklang eines ganzen Orchesters wiedergeben konnten, baute ein kleiner Handwerksbetrieb in den U.S.A. ein zeitgemäßes Pendant: das Orchestrion des 21.Jhdts. Wie dieses Kunststück tatsächlich funktioniert, bleibt für den Laien nebulös. Klar ist nur, dass Metheny alle musikalischen Vorgänge selbst kontrolliert: von der E-Gitarre aus steuert er Software und mehrere Computer, schließlich setzen die Roboter genau das um, was Metheny spielen will. So etwas gab es wirklich noch nie. Metheny selbst ist absolut überwältigt: „das Ergebnis geht weit über das hinaus, was ich mir jemals vorgestellt hatte“. Das liegt sicherlich nicht zuletzt an Pat Methenys überragender Leistung – wer von uns könnte sich vorstellen, etwa 20 Instrumente gleichzeitig zu spielen? Das klingt verrückt und abwegig. Das Resultat dieses unglaublichen Arbeitsaufwands ähnelt ein wenig einer klassischen Pat Metheny-Group-Einspielung. Erstaunlich. Man muss sagen, dass es mit „echten“ Musikern an den einzelnen Instrumenten vermutlich besser klingen würde – weniger perfekt, facettenreicher. Warum also das alles? Um zu zeigen, dass es geht? Um einmal Herr über jede musikalische Äußerung zu sein, um einen vollendet persönlichen Gesamtklang zu kreieren? Auf jeden Fall. Aber mit Sicherheit bestimmt auch die reine Faszination der Möglichkeit einen Großteil des bombastischen Unternehmens. Kaum jemand hat sich mit diesem Terrain beschäftigt oder es erforscht – da kommt Metheny, der das Experiment sucht, der nach vorne sieht, der bei aller Bodenständigkeit immer wieder ausbricht um etwas Neues zu probieren. - Katharina Lohmann
Customer Reviews
Kauft die CD
denn das Konzert war noch viel schlimmer, es hat einfach die längere Spielzeit:-)
Als großer Fan von Pat Metheny liebe ich seine Kreativität und vor allem auch das Wechselspiel mit seinen Kollegen. Aber das findet hier nicht statt. Wie auch. Monoton reindreschende Roboter mit an Minimalmusik erinnernden Spielweise, haben nicht nur keine Aussage, sondern zugleich konnten sie keine Verbindung mit dem Meister aufnehmen. Und der - zumindestens in Baden-Baden - konnte kaum wirklich glänzen, sondern spielte ohne wirklich sich neu zu erfinden - muss man auch nicht immer, aber so ideenlos habe ich ihn nie erlebt. So war das Ganze vergleichbar mit einem schwächelnder Hauptdarsteller vor einer Wand aus Hintergrundmusik - oder eher Geräuschen - a wall of solid Sound. Und das obwohl er uns erklärte, dass die Musikmaschinen die er als Vorbild sieht und vor hundert Jahren hergestellt wurden technisch nur in der Lage waren eine Lautstärke wiederzugeben und deshalb nicht zum Aushalten waren. Leider hat sich da für mich nichts geändert, außer dass seine Maschinen auch leiser spielen konnten.Und so brachte es ein Ehepaar das entnervt frühzeitig ging auf den Punkt als es mir sagte, die Stücke klingen alle irgendwie gleich. Ich jedenfalls vermisste Lyle Mays und die anderen. Pat Metheny solo - mit oder ohne Hintergrundband - ist in der jetzigen Verfassung eine Zumutung. Und das tut mir leid sowas sagen zu müssen , das wird und kann dem Werdegang von Metheny auch nicht gerecht werden.
Und diese Kritik schreibe ich obwohl mir die CD unbekannt ist - aber die Stücke sind entweder gespielt worden oder werden sich nicht unterscheiden von dem Gespielten - zumindestens für meine Ohren.
Did he lost his mind?
Did he lost his mind?
Mit dieser Frage seiner Freunde und Bekannten begann Pat Metheny seinen Talk zum Bremer Publikum beim Konzert am 04. März 2010.
Interessanterweise wird in vielen Reaktionen auf die neue Metheny-CD mehr über das Orchestrion gesprochen und - übrigens zu Recht - mehrheitlich gestaunt, als über die Musik. Ich habe beides live erlebt. Und in der Tat: Es entwickelt sich eine ganz eigenartige Stimmung. Man kann den Blick von diesem Gebilde gar nicht lassen. Überall klingt es, trommelt, wackelt, leuchtet, pfeift es - und mittendrin manchmal wie ein Magier, manchmal wie ein Kind, welches sein erstes selbst gebautes Lego-Auto stolz den Eltern zeigt, mal als boppender und poppender Jazz-Hero oder besser: Musik-Enthusiast.
Froh kann man sein, einen ganz großen der zeitgenössischen Musik live zu erleben. Groß, des unglaublichen Könnens wegen - und groß wegen der unbändigen Lust am grenzenlosen Experimentieren.
Nun aber zur CD. Kommt da auch musikalisch was Neues? Ja und nein, finde ich.
Nein, weil schon beim ersten Hören alles für Metheny Typische da ist. Korrigiere: fast alles. Das Synclavier, die Synthi-Gitarre, die er seit Urzeiten, etwa seit "Are You Going With Me", stets dabei hat wie andere ihr Handy, fehlt dieses Mal. Ansonsten aber... klar! Metheny! Melodik, Minimalistisches, Milchschaum, Modernität, Midwestern-Folklore, Malträtieren der Saiten, mitreißende Rhythmen, mäanderartige Wendungen... das alles scheint man schon zu kennen.
Doch es hört sich wieder mal verdammt gut an. Zum Beispiel die rasanten Schlusssequenzen vom Opener und Titelstück "Orchestrion" mit dem zarten Ausklang - entfernte Ähnlichkeit zum versöhnenden Ende des "Way Ups" - machen mir eine Gänsehaut des Glücks.
Und nun zum Ja als Antwort auf die Frage nach dem Neuen: Nein, es ist zwar ein virtuelles Ensemble, das hier spielt. Viele Klangerzeuger - aber es ist keine Group verschiedener Individuen, die ihr eigenes Ding machen im Dialog zum Rest der Band. Ich finde, man hört es heraus, dass diese Musik aus einem Hirn und Hand stammt. Es fühlt sich an, wie eine metamorphisierende Supergitarre. Es hat einen ganz eigenen Reiz. Es klingt linear, flüssig, monochromatisch. Es klingt fantastisch.
Pat Metheny ist 54, seit mehr als 36 Jahren im Geschäft und baut sich ein Lego-Auto, von dem er schon als Junge geträumt hat und spielt damit mit der Virtuosität eines Formel-1-Piloten.
Meine erste Sorge - als ich von diesem Projekt "Orchestrion" hörte und schon einiges gelesen hatte - war, dass es eine Gummipuppe á la Flensburg werden könnte. Unberechtigt, sage ich heute. Es macht Spaß. Es ist lebendig. Es ist voller Herz. And full of mind.
Ein Meisterwerk
Ich habe Pat Methenys Orchestrion Konzert in München gesehen. Es was das unglaublichste Konzert, das ich je gesehen (und gehört) habe. Dasselbe gilt auch für dieses CD. Absolut außergewöhnlich und von einer einzigartigen Schönheit. Eine eigene Welt, ein eigener Sound... ich bin hingerissen. Ein Meisterwerk.
Vielfalt
Die Spannung war gross, das Ergebnis für mich überzeugend.
Lebendige Musik, natürlich wirkend, kein "sampling", Metheny-typische Klangstrukturen, und doch wieder mal ganz was anderes. Ich finde ORCHESTRION abwechslungsreich, vielfältig und voller Überraschungen, wie so häufig in seinem Werk. Bin mal auf seine Live-Darbietung gespannt.-
Was hat man den Grossen schon alles vorgeworfen:
Joni Mitchell kann seit Jahren schon nicht mehr singen,
Van Morrison verzettelt sich in Wiederholungen,
Herbie Hancock hat in den Siebzigern schon banale Musik gemacht.
Alle haben entweder geschwiegen oder geschmunzelt und dann wieder gezeigt, dass sie immer wieder für etwas Neues, für Überraschungen, für ihre Vielfalt gut sind.
Sicher, manches ist auch bei Metheny Geschmackssache, darin liegt ja auch der Reiz
seiner Musik. Sich nicht ständig zu wiederholen, sondern seinem Publikum Abwechslung und damit Grund zur Freude oder Kritik zu geben, eben "kreativ" zu sein.
Alles andere wäre Stagnation oder ein lebloses Instant-Produkt, von dem unser sogenannter "Musikmarkt" leider vergiftet ist.
Ich habe mit Freude zugehört und auch bei ORCHESTRION Spannung, Abwechslung und Vielfalt gefunden.
Orchestrion - genial oder was???
Zugegeben ich bin ein riesen Fan von Pat und habe gerne auch mal die rosarote Brille auf, brauchen sie im Falle von Orchestrion aber nicht wirklich. Als ich im April letzen Jahres über einen Online Ticket Händler einen Metheny Ticket Alarm bekam und somit fast 1 Jahr im voraus die Konzertkarte gekauft habe ohne zu wissen was es überhaupt mit diesem Projekt auf sich hatte (erst Ende Juli Anfang August 2009 wurde dazu etwas veröffentlicht) hatte ich tatsächlich Bedenken und auch eine gewisse Angst vor einem zweiten "Zero Tolerance for Silence". Ich bin nun mal ein Fan vom melodischen Pat, was der ein oder andere vielleicht auch abfällig als Gedudel bezeichnet, ich steh da aber wahnsinnig drauf.
Was sollte nach dem letzten Group Projekt "The Way Up" noch kommen, jenem durchkomponierten genialen 68:10 Minuten Stück ? Orchestrion ist m.E. ein würdiger Nachfolger und ein aus heutiger technologischer Sicht aberwitziges Projekt. Jedes gehörte Instrument ist tatsächlich ein physisch vorhandenes Instrument und kein Sample (was technologisch heutzutage kein Problem wäre und wahrscheinlich würden viele es auch gar nicht bemerken). Die Gitarre dient als Trigger-Instrument und steuert dieses Robot Ensemble. Und da im Gegensatz zu früher auch die Dynamik der Instrumente gesteuert werden konnte, hört es sich eben nicht künstlich an sondern hat Gefühl.
Orchestrion ist zu 100% Pat Metheny mit viel Melodie. Das ganze in Aktion zu sehen, Live oder hoffentlich später auf BluRay wird ein Ohren und Augenschmaus. Das so ein Projekt oder CD nicht jedem gefallen kann ist normal und es wäre ja auch furchtbar langweilig. Ich würde mich allerdings nach einer Trio CD 2008, einer Gary Burton Kollaboration 2009 und dem Soloprojekt Orchestrion 2010 auch wieder sehr auf ein Pat Metheny Group Projekt mit dem genialen Lyle Mays am Piano freuen. Vielleicht 2011???

